Oberste Priorität im Krankenhaus hat die Behandlung der Patienten. Genauso wichtig jedoch ist wirtschaftliches Handeln. Behandlungsprozesse optimal abzustimmen und zu dokumentieren ist jedoch kein leichtes Unterfangen im medizinischen Alltag, wo der Einsatz für den Menschen maximale Aufmerksamkeit erfordert. Die Lösung heißt Dirage prospective.

Bei einer Gesamtbetrachtung der Abläufe im Klinikalltag stellt es sich of heraus, dass vieles ineffizient abläuft und dass Ressourcen nur unzureichend ausgeschöpft werden. Das nutzt weder den Patienten noch der wirtschaftlichen Stabilität der Klinik“, beschreibt Dr. med. Christian Teschner. Der Mediziner kennt sich mit solchen Problemen bestens aus: zusammen mit Kevin Dettki und Ute Jennrich ist er Inhaber der Dirage GmbH mit Sitz in Kaarst, einem Anbieter für Kliniksoftware, und im Unternehmen zuständig für Planung und Fachberatung. Auf mehr als eine Million Euro pro Jahr schätzt er den wirtschaftlichen Schaden, den die unzureichende Verschlüsselung der Fälle einem Krankenhaus mittlerer Größe mit rund 500 Betten verursacht. Die Hintergründe: „Das heutige Abrechnungssystem nach der DRG-Methode – die Abkürzung steht für Diagnose Related Groups – stellt seit einigen Jahren komplett andere Anforderungen an die Erfassung und Abrechnung von Leistungen in Kliniken. Klinik-Informationssysteme erlauben keinen Gesamtüberblick während des Behandlungsprozesses. Fälle werden erst betriebswirtschaftlich betrachtet, wenn der Patient bereits entlassen ist. Optimierungspotential wie beispielsweise die Planung der Aufenthaltsdauer ist so gut wie unmöglich.” Um sowohl die Erfassung von Leistungen als auch die Abbildung des aktuellen Status der Kosten für Behandlungen zu ermöglichen, entwickelte sein Unternehmen die Software-Lösung DIRAGE prospective, die Daten aus dem Klinik-Informationssystem übernimmt und betriebswirtschaftliche Auswertungen für Patienten in stationärer Behandlung möglich macht. „Der Testlauf der Software erfolgte auf einer gynäkologischen Station. Ein neuer Chefarzt sowie eigens ausgebildete Codier-Assistentinnen nutzten DIRAGE prospective ein Jahr lang in der Praxis. Das Ergebnis: Durch optimale Codierung und Erfassung der Leistungen sowie prozessoptimierte Behandlung von Patienten konnte der Ertrag auf ein Plus von 25.000 Euro netto pro Monat gesteigert werden. Ganz wichtig jedoch: Es wurden dabei aber keinesfalls Patienten zur Unzeit entlassen.” berichtet Dr. Teschner.

Organisatorische Fehler vermeiden

Die Software-Lösung setzt an mehreren wichtigen Punkten des Arbeitsprozesses im Krankenhaus an. So informiert DIRAGE prospective nicht nur über die Verweildauer eines Patienten, das Programm berechnet auch, wie hoch der Ertrag oder Verlust eines Patienten in der tagesaktuellen Situation ist, nach der krankenhausinternen Durchschnittsberechnung und im Abgleich mit dem INEK-Katalog, der die Berechnung der Fallpauschalen vorschreibt. Zusätzlich gibt das System Warnmeldungen. Dr. Teschner: „Im Gesamtprozess der Behandlung eines Patienten gibt es Faktoren, die nicht nur für den Patienten mögliche Strapazen bringen, sondern auch auf die Wirtschaftlichkeit der Behandlung Einfluss haben. Typische Fehler, die in der Hektik des Klinikalltags auftreten können, werden durch die Warnmeldungen vermieden. Wenn zum Beispiel Diagnosen vorliegen, die es nach sich ziehen, dass ein Patient in Kürze verlegt werden muss, entstehen oft dennoch kostenintensive Verzögerungen. Das Programm mahnt frühzeitig: Muss der Patient nicht bereits auf einer anderen Station sein? Diese Warnungen werden auf der grafischen Oberfläche als Kommentartext dargestellt und können so schnell gesehen werden.”

Wo verbergen sich Kostenfallen?

Das System ermöglicht es darüber hinaus, tagesaktuell die Liste betriebswirtschaftlich kritischer Fälle darzustellen; als Grafik oder als PDF-Datei, die per E-Mail der Geschäftsführung oder der kaufmännischen Leitung übermittelt werden. „Auf diese Weise können in den Fachabteilungen mit den behandelnden Ärzten und den Pflegefachkräften Lösungen für den Einzelfall entwickelt werden. Dazu gehören etwa Nachcodierung von Leistungen, die noch nicht im System erfasst worden sind”, sagt Dr. Teschner.

DIRAGE prospective ist nach Recherchen von Kevin Dettki in seiner Form einzigartig auf dem Markt. Der IT-Kaufmann ist geschäftsführender Gesellschafter bei DIRAGE. „Wir beziehen die Daten aus dem eingesetzten Krankenhaus-Informations-System und haben dafür eine eigene Schnittstelle entwickelt, die aktuelle Daten aus dem KIS übernimmt und sofort abbildet. Derzeit ist die Schnittstelle für das marktführende KIS fertig“, begründet er den Entwicklungsvorsprung. Die grafische Oberfläche macht die Bedienung des Systems besonders anwenderfreundlich. Dank der Farbcodierung kann auf Stationsebene oder sogar nach Zimmern geordnet der Status von Patienten erkannt werden. Fehlende Codierungen können auch auf dieser Ebene des Systems bereits erkannt werden. Die Erlössituation pro Patient wird auch für Stationsärzte und Pflegefachkräfte deutlich dargestellt. Dank der anwenderfreundlichen Oberfläche können geschulte Codierassistenten mit Windows-Basiskenntnissen bereits nach einer kurzen Einführung das System problemlos bedienen.

Für zehn Cent viel Mehrwert

Wie viel bezahlt ein Krankenhaus für DIRAGE prospective? „Die Kosten für die Nutzung sind abhängig von der Größe der Einrichtung. Aktuell kalkulieren wir den Preis auf rund 36,50 Euro pro Bett und Jahr, das sind täglich zehn Cent mehr für ein Bett“, berechnet Dettki. Aber widerspricht das nicht dem Ziel, Kosten einzusparen? Bei 500 Betten kämen auf diese Weise 18.250 Euro pro Jahr zusammen. Kevin Dettki nickt. „Das ist im Prinzip richtig, doch unsere Kunden rechnen anders. Denn es geht den Krankenhäuser auch um die präzise Erfassung von Leistungen, die zur Abrechnung kommen. Denn ungeschickte, fehlerhafte Erfassungen und Abrechnungen von Behandlungsprozessen können schnell zu Verlusten von mehreren Tausend Euro führen – pro Fall.”

DIRAGE GmbH & Co. KG
Im Blütenfeld 8 ∙ 41564 Kaarst
Tel.: 0
21 31 / 3 14 87 10
k.dettki@dirage-medical.de ∙
www.dirage-medical.de